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Zuschrift einer Leserin

Im Kindergarten meines kleinen Sohnes gibt es ein positiv getestetes Kind. Wir haben die Nachricht erst am Freitag 17 Uhr erfahren und wurden am Samstag nur telefonisch vom Gesundheitsamt zum Testen aufgefordert. Die Amtsärztin, mit der ich dann auf Nachfrage hin telefoniert habe, drohte damit, dass mir die Polizei nach Hause geschickt wird, wenn ich meinen Sohn nicht zum Testen bringen würde. Laut ihrer Aussage gibt es keine Alternative zum Test, sie raten auch dringend davon ab, den Test vom Hausarzt durchführen zu lassen. Sie behauptete, dass die Quarantäne für meinen Sohn so lange verlängert wird, bis wir ein negatives Testergebnis vorlegen können!!
Nachdem ich Kontakt mit anderen Müttern aufgenommen habe, erfuhr ich, dass hier auch Kinder getestet werden sollen, die die gesamte vergangene Woche überhaupt nicht in der Einrichtung waren. Es wird auch übergangen, dass unsere Kinder überhaupt keinen Kontakt zu dem positiv getesteten Kind hatten, da sich unsere Kinder in einer komplett anderen Gruppe aufgehalten haben und nachweislich kein Kontakt bestand. Wir sind also definitiv nicht Kontaktpersonen 1. Grades, aber das scheint niemanden zu interessieren. Auch ein behindertes Kind, welches massive Schwierigkeiten hat mit fremden Personen umzugehen, soll getestet werden!!
Jetzt geht es aber noch weiter: mittlerweile wurde auch das Geschwisterkind des positiv getesteten Kindes getestet und das Ergebnis steht noch aus. Dennoch wurde die gesamte Unterstuft (das Geschwisterkind geht in die angrenzende Grundschule) und die Lehrerschaft bereits heute Vormittag zum Testen aufgefordert, obwohl es KEIN Testergebnis des betroffenen Kindes gibt!!!
Laut Rechtsanwältin von Klagepaten scheint es dennoch kaum ein Entkommen zu geben. Die Bereitschaft “nur” die 14-tägige Quarantäne auszusitzen gelte nicht mehr, es muss ein negatives Testergebnis vorliegen…ansonsten gibt es eine Ordnungswidrigkeit, die mit 2.500 – 25.000 Euro datiert ist. Sie sagt, es sei eine neue Masche der Gesundheitsämter die Familien anzurufen und ihnen erstmal nur telefonisch mitzuteilen, wann sie sich einzufinden haben, sie dabei massiv einzuschüchtern. Das ist nicht rechtens, dennoch kann man sich kaum wehren. Die Anwälte seien auch mit der neuen rechtlichen Lage überfordert, alles Neuland.
Welche junge Familie hat die Nerven, Zeit und die finanziellen Mittel, um sich da durchzukämpfen!! Mal abgesehen davon, wie das nun in der Gemeinschaft aufgenommen wird…von 180 Betroffenen (in unserem Fall), die heute zum Test aufgefordert wurden, waren wir nur zu 10., die sich jetzt erst einmal etwas Zeit verschafft haben….Ich habe grosse Bedenken, wie das der Kindergarten aufnimmt, wenn sie erfahren, das wir nicht ordnungsgemäss beim Testen waren! Lassen sie meinen Sohn überhaupt wieder rein?

So…das musste jetzt mal sein…ich hatte ein großes Bedürfnis diesen Vorfall mit euch zu teilen….leider ist die Mail jetzt doch länger als geplant geworden, dennoch weiß ich, das es ungemein viele Eltern geben wird, die das jetzt auch trifft.
P.S wir sind aus Bayern!

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